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Aktinische Keratosen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 17. Mai 2010 um 07:50 Uhr
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Aktinische Keratosen
Therapie Aktinische Keratose
Therapie Aktinische Keratose im Vergleich
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Synonym: der weisse Hautkrebs

  • häufige Präkanzerose (Hautkrebsvorstufe)

  • Übergang in spinozelluläres Karzinom möglich, jedoch selten

  • individuelle Behandlung aufgrund vielfältiger therapeutischer Möglichkeiten

  • regelmässiger UV-Schutz hilfreich für Therapie und Prävention

Epidemiologie

Es handelt sich um eine sehr häufige Erkrankung des Hautorgans. 15% der Männer und 6% der Frauen in der erwachsenen Bevölkerung Europas sind betroffen. Aktinische Keratosen zeigen eine deutliche Zunahme mit dem Alter. Personen mit hellem Hauttyp (Hauttyp I und II nach Fitzpatrick), die sich häufig beruflich (Landwirtschaft, Gartenbau, Straßenbau, etc. ) oder privat (Golfen, Tennis, Segeln, etc. ) im Freien aufhalten, erkranken bevorzugt.

Klinik aktinische Keratose

Die Hautveränderungen imponieren als Rötungen, wobei sich initial eine sichtbare Rauhigkeit der Haut zeigt. Den Betroffenen fällt auf, dass eine Abheilung auch nach verstärktem Eincremen mit einem Pflegepräparat nicht auftritt. Eine tastbare Verhärtung (Infiltration) fehlt bei initialen Veränderungen (Abb.1), stellt sich jedoch häufig im weiteren Verlauf ein (Abb. 2). Sie finden sich bevorzugt an den "Sonnenterrassen" der Haut und somit am Kopf (hier v.a. bei Männern mit fehlendem oder schütteren Kopfhaar), Stirn, Schläfen, Nase und Unterlippe.

Abbildung 1. Aktinische Keratosen. Im Bereich der Kopfhaut zeigen sich einzelne gerötete Areale mit einer geringen Schuppung

Abbildung 2. Aktinische Keratosen. Im Bereich der Kopfhaut zeigen sich infiltrierte Rötungen und Schuppenkrusten.

Pathogenese

Aktinische Keratosen sind die klinische Manifestation der UV-Strahlung, wobei dem UV-B in der Entwicklung eine größere Bedeutung als dem UV-A zufällt. Diese UV-Strahlung induziert die neoplastische Umwandlung von Keratinozyten, wobei die entscheidenden Mutationsvorgänge die Telomerase und das auf dem Chromosom 17p132 lokalisierte Tumorsuppressorgen p53 betreffen.

Was ist an aktinischen Keratosen so gefährlich?

Während aktinische Keratosen kein Metastasierungsrisiko aufweisen, ist die Prognose beim Plattenepithelkarzinom (spinozelluläres Karzinom) nicht immer so günstig. Aktinische Keratosen sind häufig die Initialläsionen, aus denen sich im Verlauf ein spinozelluläres Karzinom entwickelt: 60% aller spinozellulären Karzinome entwickeln sich auf dem Boden aktinischer Keratosen, wobei auch hier keinerlei Grund für übertriebende Hektik und Ängste besteht: der Übergang in ein spinozelluläres Karzinom wird mit einer Häufigkeit von 0,25 - 1% pro Jahr angegeben oder noch anders ausgedrückt: die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines spinozellulären Karzinoms aus einer individuellen Läsion beträgt 0,075-0,096% pro Jahr!



Zuletzt aktualisiert am Montag, den 17. Mai 2010 um 08:07 Uhr