| Impetigo contagiosa |
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| Geschrieben von: Administrator | ||||||||||
| Montag, den 03. Mai 2010 um 08:46 Uhr | ||||||||||
Seite 1 von 2 Impetigo contagiosa
Epidemiologie Typischerweise erkranken Kinder- und Jugendliche, bevorzugt im Frühjahr und Sommer. Die Erkrankung ist durch eine weibliche Geschlechterpräferenz gekennzeichnet. PathogeneseEitererreger dringen in die oberflächlichen Epidermisschichten ein, wobei Störungen der Integrität der Hautbarriere, z.B. infolge kratzbedingter Mikrotraumen für die Infektionsausbreitung begünstigend wirken. Die entzündlichen Reaktionen im Rahmen der Infektion werden durch von den Erregern gebildete proinflammatorische Enzyme und Toxine (Proteasen, Lipasen, Nukleasen und Hämolysine sowie Adhärenzfaktoren wie das Protein A und verschiedene Matrix-bindende Proteine) unterhalten. Für die Blasenbildung sind Exfoliatoxine verantwortlich, die als Serin-Proteasen das epidermale Desmoglein 1 an einer definierten Bruchstelle spalten. ErregerStaphylococcus aureus (S. aureus) ist heute der führende Erreger sowohl der großblasigen Form, bei der sich typische, prall-gespannte Blasen zeigen wie auch der kleinblasigen Variante, bei der häufig die Bläschen nicht sichtbar sind und das klinische Bild wie auch bedi der großblasigen Variante durch Erosionen und die für die Erkrankung typischen honiggelben Krusten gekennzeichnet ist. Mischinfektionen von Staphylokokken und Streptokokken, fast ausschließlich der Gruppe A (Streptococcus pyogenes) kommen vor. Infektionen mit Nieren-schädigenden Streptokokkenstämmen, die endemisch oder sporadisch beobachtet werden, sind die Ursache für die postinfektiöse Glomerulonephritis, die in der Regel leicht verläuft und auch fast immer vollständig ausheilt. Neben einer regionären Lymphangitis und Lymphadenitis ist die Nierenerkrankung die relevanteste Komplikation der Erkrankung. KlinikDie Diagnose bereitet in der Regel wenig Schwierigkeiten und ist eine typische Blickdiagnose. Erythematöse und erosive Flächen mit typischen honiggelben Krusten, die sich an allen Körperstellen, bevorzugt jedoch im Mund und Nasenbereich manifestieren erlauben die Diagnosestellung problemlos. Die bullöse Variante zeigt überdies intakte Blasen. Durch Schmierinfektion kommt es zur Ausbreitung der ursprünglich lokalisierten Erkrankung. Abbildung 1. Umschriebene, entzündlich gerötete Hautveränderungen mit typischen honiggelben Krusten im Kinnbereich. Topische antibiotische Behandlung ausreichend. Abbildung 2. Impetigo contagiosa. Wasserklare Blase auf Erythem im Oberschenkelbereich. Falls lediglich einzige Läsion, topische antibibiotische Behandlung ausreichend. Abbildung 3. Impetigo contagiosa. Flächiges Erythem mit randständiger Ablösung der Haut im Achslbereich. Im Randbereich weitere Läsionen. Aufgrund der Satellitenläsionen Empfehlung zur oralen Antibiotiakgabe und topischem Antiseptikumeinsatz. DifferentialdiagnoseFollikulitiden und die Mikrosporie sind in die differentialdiagnostischen Überlegungen miteinzubeziehen (Tabelle 1). Daneben gibt es Erkrankungen, bei denen sich eine ursprüngliche nichtbakterielle Infektion durch Eitererregern im Verlauf kolonisiert wird, wobei dies am häufigsten bei der Herpes simplex-Infektion beobachtet wird. Tabelle 1. Differenzialdiagnosen und wichtige Entscheidungshilfen der Impetigo contagiosa
Mikrobiologische DiagnostikDie Diagnose wird klinisch gestellt. Obwohl die Therapieeinleitung unmittelbar nach Diagnosestellung erfolgt, ist eine mikrobiologische Diagnostik, die zumindest den Erregernachweis, besser auch ein Antibiogramm umfasst, sinnvoll, um bei einem eventuellen Nichtansprechen auf die eingeleitete Behandlung spezifisch Erreger- (Keimnachweis) und Empfindlichkeits- (Antibiogramm) abhängig behandeln zu können. |
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. Mai 2010 um 09:47 Uhr |



