| Erythema anulare centrifigum |
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| Dienstag, den 15. Juni 2010 um 14:12 Uhr | ||||||||
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Erythema anulare centrifigum
Das Erythema anulare centrifigum, eine Erkrankung, die nach ihrem Erstbeschreiber (1916) auch als Erythema anulare centrifigum Darier bezeichnet wird, ist eine sehr seltene Erkrankung. Epidemiologische Daten fehlen. Es erkranken überwiegend jüngere Erwachsene. KlinikDas Krankheitsbild wird den anulären Erythemen zugeordnet. Es zeigen sich klinisch multiple anuläre Rötungen, die im Randbereich eine charakteristische feinlammellöse, nach innen gerichtete halskrausenartige (collerettartige) Schuppung aufweisen (Abbildungen 1-3). Aktive Herde zeigen eine zentrifugale Ausbreitung mit zentraler Abblassung. Ein Infiltrat ist in der Regel nicht tastbar. Subjektive Symptome fehlen häufig ganz, gelegentlich wird ein leichter Juckreiz angegeben. Abbildung 1. Erythema anulare centrifigum. Im Bereich der Beinbeugeseiten finden sich in symmetrischer Aussaat unterschiedlich große Hautveränderungen mit ringförmiger Begrenzung. Abbildung 2. Erythema anulare centrifigum. Detailansicht. Die Läsion weist ein randbetontes Eythem auf, das zum abgeblassten Zentrum durch eine sehr feine halskrausenartige Schuppung begrenzt wird. Abbildung 3. Erythema anulare centrifigum. Detailansicht. Zentral imponieren in einem ringförmigen Erythem aufgeplatzte Bläschendecken.
DifferentialdiagnoseDie Diagnose wird klinisch gestellt. Das histopatholgische Bild mit lymphohistiozytären Zellinfiltraten, die sich bevorzugt perivaskulär im oberen Corium finden, ist nicht Erkrankungsspezifisch. Mögliche Differentialdiagnosen und Abgrenzungsmöglichkeiten nennt Tabelle 1.
Tabelle 1 Differentialdiagnosen und Abgrenzungsmöglichkeiten zum Erythema anulare centrifigum
PathogeneseDie Ätiopathogenese ist uneinheitlich. Möglicherweise liegt der Erkrankung eine entzündliche Reaktion auf in ihrer Genese sehr unterschiedliche Faktoren zugrunde. Tabelle 2 listet mögliche Ursachen eines Eythema anulare centrifigum auf.
Tabelle 2: Mögliche Ursachen eines Erythema anulare centrifugumInfekt-mediiert
Paraneoplastisch
Immun-mediiert
Medikamenten-assoziiert
hormonell induziert
TherapieDa Beschwerden in der Regel fehlen, muss nicht behandelt werden. Eine ausführliche Anamnese unter Berücksichtigung bekannter Auslöser ist wichtig. In der Regel wird der Auslöser nicht ermittelt. Unbehandelt kann der Verlauf jedoch über Jahre gehen mit Abheilung alter und Auftreten neuer Läsionen. Die Behandlung erfolgt, wenn ein Leidensdruck besteht, bei wenigen Herden mit topischen Steroiden (z.B. Momethason (Ecural®)). Liegt eine disseminierte Aussaat vor, kann auch eine Kombination mit einer UV-Therapie (UVB) erwogen werden.
LiteraturHsu S, Le EH, Khoshevis MR Differential diagnosis of annular lesions. Am Fam Physician 2001;64:289-296) Reuter J, Braun-Falco M, Termeer C, Bruckner-Tuderman L Erythema annulare centrifigum Darier. Successful therapy with topical calcipotriol and 311 nm-ultraviolet B narrow band phototherapy. Hautarzt 2007;58:146-148 Ziemer N, Eisendle K, Zelger B New concepts on erythema annulare centrifigum: a clinical reaction pattern that does not represent a specific clinicopathological entity. Br J Dermatol 2009;160:119-126 |
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. Juni 2010 um 07:33 Uhr |



